Stell dich deiner Lebensaufgabe

Fliehst du vor deiner Lebensaufgabe?

Kennst du deine Lebensaufgabe? Oder ahnst du zumindest, was das sein könnte? Läufst du deiner Berufung davon? Ignorierst du sie, weil du irgendwie Angst vor dieser deiner Aufgabe hast? Versteckst du dich lieber? Bleibst du lieber in deiner gemütlichen Komfortzone? Machst dich klein? Hast du tausend andere Dinge in deinem Alltag zu tun, die dich von deiner eigentlichen Aufgabe ablenken?

Du bist auf dieser Welt, um etwas Bestimmtes zu tun und zu erleben.

In der Bibel steht die Geschichte des Propheten Jona, der auch vor seiner Lebensaufgabe davonlief. Gott hatte ihm befohlen, nach Ninive zu gehen und dort den Einwohnern in Seinem Namen zu predigen. Jona aber wollte diese Berufung ignorieren, lief weg und bestieg ein Schiff, das in entgegengesetzter Richtung von Ninive lag. Aber deine Lebensaufgabe findet dich. Du kannst sie ignorieren, du kannst vor ihr davonlaufen. Das Leben oder Gott wird dich aber immer wieder darauf stoßen, bis du verstehst und handelst. Kennst du das? Du möchtest dich verkriechen? Dich klein machen? Du findest tausend Ausreden, warum du das nicht machen kannst? Du wagst nicht den ersten Schritt?

Triff eine Entscheidung und vertraue.

Immer wieder gibt es in deinem Leben Hindernisse oder Schwierigkeiten, die dich am Anfang sanft, dann immer energischer zwingen, die Richtung einzuschlagen, in der deine Berufung liegt. Auch Jona konnte auf dem Schiff nicht entkommen. Gott ließ einen heftigen Sturm kommen. Die Mannschaft und das Schiff konnten nur gerettet werden, indem sich Jona endlich entscheidet, buchstäblich ins kalte Wasser zu springen. Er entschied sich für seine Lebensaufgabe. Er sprang ins Meer. Er tat den ersten Schritt. Er hatte den Mut.

Hilfe kommt auf deinem Weg, wenn du erst die Entscheidung getroffen hast.

Sobald sich Jona entschieden hatte, jetzt doch den Weg der Berufung einzuschlagen, kam Hilfe. Gott schickte einen großen Fisch, der Jona drei Tage lang durchs Meer transportierte, bis endlich Land in Sicht war. Wenn du darauf vertraust, dass dein Weg der richtige ist, dann bekommst du von allen Seiten auf wunderbare Weise Hilfe. Eins ergibt das andere und plötzlich ist es ganz leicht, was dir vorher schwer erschien. Wenn du hundertprozentig glaubst und vertraust und die Hilfe annimmst, dann werden Wunder wahr. Dein Leben verändert sich, wird größer und bedeutender.

Aber die Geschichte des Propheten Jona geht noch weiter. In Ninive predigte er, wie Gott ihm befohlen hatte, den Untergang dieser Stadt. Die Frist würde vierzig Tage betragen. Die Einwohner waren natürlich entsetzt und änderten schlagartig ihr Leben zum Besseren. Das fand Gott so klasse, dass er sich dann doch entschloss, die Stadt zu verschonen. Jona beschwerte sich ob der Inkonsequenz Gottes und wollte sterben. Er hatte etwas vorhergesagt, was nicht eintraf. Laut seiner Ansicht hatte er einen Fehler gemacht. Das konnte er nicht ertragen. Jona sah in seinem Handeln nur die Fehler. Sein Verhalten ist allzu bekannt. Menschen jammern und beklagen sich, schauen nur auf die Fehler. Klar, es gibt Rückschläge im Leben. Klar, macht man auch mal Fehler. Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.

Jona baute sich in der Nähe von Ninive eine Hütte und harrte der Dinge, die da kommen würden, als ihm klar war, dass Gott ihn nicht sterben lassen würde. Glaubst du auch manchmal, deine Berufung ist doch ein Fehler gewesen? Glaubst du manchmal, dass du dich lieber wieder klein machen würdest? Denkst du bei dem ersten Rückschlag: „Ach, das war nichts für mich? Ich lasse das jetzt sein?“ Dann achte auf die Zeichen. Gib nicht gleich auf. Das Leben ist immer auf deiner Seite. Jona sitzt so vor seiner Hütte, als Gott eine Staude wachsen lässt, die ganz viel Schatten spendet. Jona freute sich sehr über den Schatten. Am nächsten Morgen verdorrt leider die große Pflanze und Jona sitzt in der Sonne.

Schaue nicht auf das, was du nicht hast. Schaue auf die vielen Dinge, die du bereits hast und sei dankbar.

Was macht er da? Richtig. Er beschwert sich mal wieder und jammert. Und ja, richtig, er will mal wieder sterben. Jona sieht nur das, was er nicht hat. Er hat nicht den Blick für das, was schon da ist. Seine Hütte zum Beispiel, die ihm ja auch Schatten spenden könnte. Er sieht überhaupt nicht, dass vielleicht ein tieferer Sinn und Zusammenhang dahinter stecken könnte. Es gibt für alles, was dir passiert einen Grund. Vielleicht möchte dir das Universum etwas mitteilen? Gott will nämlich Jona mit dieser Staude sein Handeln begreiflich machen. Wenn du aufmerksam bist und auf die Zeichen achtest, dann verstehst du die Welt, das Leben, die Zusammenhänge und Gott. Die Staude steht für die Stadt Ninive. Jona erfreut sich an dieser Pflanze und findet sie bereichernd. Gott erfreut sich an den Bewohnern Ninives und hat Mitleid und möchte sie nicht vernichten. Mit Hilfe der verdorrten Staude schafft Gott es, Jona seine Beweggründe zu offenbaren.

Also, achte auf die Zeichen um dich herum. Achte auf deine Lebensaufgabe und verfolge sie, bevor sie dich verfolgt.

Träume der Kindheit

 

Erinnere dich an deine Kindheit, um dich selbst zu erkennen.

Wer warst du als Kind?

Ich stelle mir in der letzten Zeit immer öfter diese Frage. Was habe ich als Kind geliebt? Was konnte ich gut? Bei welcher Tätigkeit habe ich die Zeit vergessen?

Um mich zu erkennen und meine innerste Wahrheit, warum ich auf dieser Erde bin, zu enthüllen, ist diese Frage „Wer war ich als Kind?“ essentiell. Es heißt nicht, dass du eins zu eins das wieder tun musst, was du als Kind getan hast. Es bedeutet vielmehr, sich zu erinnern und zu seinem Wesenskern und Charakter zurückzukehren.

Ich antwortete auf die Frage meiner Grundschullehrerin, was ich denn später einmal werden wolle, ganz überzeugt „Ich möchte als Tänzerin auf der Bühne stehen“. Da wurde mir erstmal erklärt, dass ich das sowieso nie schaffen könne und ich lieber etwas Vernünftiges, wie Sekretärin (was meine Sitznachbarin übrigens als Berufswunsch genannt hatte) werden. Ich ging trotzdem weiter auf die Ballettschule. Auf der Bühne im Rampenlicht zu stehen hat mich schon immer angezogen. Licht, Make-up, Kostüm, Applaus. Mega, das Gefühl. Als Jugendliche verließ ich meine kleine Vorort-Ballettschule, um an der Akademie in der sogenannten „Vorschule“ weiterzulernen. Da wurde mir dann wieder bescheinigt, dass ich nicht genug Talent hätte und auch anatomisch durch meinen schiefen Körperbau und meine Skoliose nicht geeignet wäre. Das „en dehors“ könnte ich nie gut beherrschen. Ich liebte aber das Arbeiten mit meinem Körper und das Gefühl der Bühne. Einige Jahre hielt ich an der Akademie durch.

Aufgeben ist nie eine Option.

Ich tanzte dann weiter an meiner Tanzschule, an der ich einen Anfängerkurs besucht hatte, in der Standardformation, wo wir in der Regionalliga Wettbewerbe bestritten. Hier war auch alles vereint. Tanzen, Bühne, Licht, Make-up, Kostüme. Während und auch noch nach meinem Studium tanzte ich dann im sogenannten „Bewegungschor“ im Theater. Wir standen als Laientänzer auf der Bühne. Ich habe immer, seit ich ein kleines Kind mit Ballettträumen war, nie aufgehört, an mir und meinem Körper zu arbeiten. Im Mittelpunkt zu stehen bei einem Bühnenauftritt war noch nie schwer für mich. Klar, Lampenfieber gehört dazu. Das Kribbeln und das Herzklopfen sind da einfach Teil dieser Liebe zur Bühne.

Kindheitsträume einfach weiterleben

Auch wenn ich jetzt nicht mehr tänzerisch auf der Bühne stehe, arbeite ich immer noch sehr gern an und mit meinem Körper. Ich bin dadurch eine sehr körperbewusste Frau geworden, die das auch anderen vermitteln kann. Auf der Bühne stehe ich weiterhin sehr gern. Als Workshopleiterin oder als Vortragsrednerin bin ich gern im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

Meine andere Kindheitsliebe ist das Lesen. Vielmehr Geschichten. Ich liebe bis heute Geschichten. Wer mir eine gute Geschichte erzählen kann, sei es im Buch, Hörspiel, Film oder Theater, der schafft es, mich glücklich zu machen. Als Kind konnte ich mich stundenlang mit einer guten Geschichte zurückziehen und Bedürfnisse, wie Essen, Trinken oder auf die Toilette gehen, in den Hintergrund rücken. Ich liebte es auch, mir selbst Geschichten auszudenken und aufzuschreiben. Jeden Tag schrieb ich in mein Tagebuch. Leider hatte ich dann einige sehr krasse traumatische Erlebnisse, die indirekt mit dem Schreiben zu tun hatten.

Erinnere dich an deine Lieblingsbeschäftigung.

Viele, viele Jahre wollte ich nicht mehr schreiben. Jetzt erinnere ich mich wieder daran und seit einem Jahr gibt es ja auch diesen Blog. Meine Fantasiereisen für meine Workshops schreibe ich auch alle selbst. Genauso wie die Meditationen. Storytelling ist eines meiner Stärken. Ich erinnere mich sehr gern (was früher nicht so der Fall war) an meine Kindheit und umarme das kleine verunsicherte Wesen, das sich an den selbsterfundenen Geschichten festgeklammert hat. Ich kann Mut daraus schöpfen, dass ich diese Lieblingsbeschäftigungen der Kindheit in ähnlicher Form heute tue. Das ist ein Schritt zur Selbsterkenntnis. Ich verleugne meine Kindheit nicht. Im Gegenteil, ich baue darauf und entwickle mich dadurch zu der Person, die ich auf dieser Erde in diesem Leben sein will.

Also frage ich dich, wer warst du als Kind?

Der graue Schleier

Das Glück ist nur eine Entscheidung weit entfernt

Es war einmal eine Frau, die trug auf ihrem Kopf jeden Tag einen grauen Schleier. Sie stellte das nie in Frage. Sie trug ihn einfach. Die Welt war für sie grau in grau. Der Alltag verlief immer gleich und war eintönig, langweilig und anstrengend. Sie quälte sich morgens aus dem Bett und erwartete einen weiteren grauen Tag. Freude konnte sie nicht empfinden. Das Glück passierte sowieso nur den anderen. Ihre Kleidung wählte sie in gedeckten Farben. Sie wollte einfach nicht auffallen und auf keinen Fall Neues wagen. Auf dem Weg zur Arbeit war sie schon sehr genervt von all den anderen Menschen, die hektisch und ungeduldig unterwegs waren. Sie träumte gern vom Urlaub oder vom nächsten Wochenende. „Da kann ich endlich mein Leben genießen und glücklich sein.“ Der Schleier dämpfte auch ihre Sinne. Sie war nicht in der Lage geduldig zuzuhören. Das Zuhören an sich fiel ihr sehr schwer. Lieber sprach sie von sich selbst und ihrer Meinung zu allem und wunderte sich, dass die Kollegen ihr wiederum kaum Gehör schenkten oder eine total andere Meinung hatten. Ja, sie ärgerte sich darüber. „Keiner nimmt mich ernst. Keiner beachtet mich. Keiner hört mir zu.“ Auch das Sehen war für die Frau mit dem grauen Schleier schwierig. Nicht, dass sie schlechte Augen gehabt hätte. Nein. Vielmehr konnte sie die Menschen und die Welt um sie herum nicht so wahrnehmen, wie sie wirklich waren. Genau und achtsam hinschauen war ihr nicht möglich. Das Essen schmeckte ihr auch selten. Ja, sie merkte oft gar nicht, was sie da eigentlich zu sich nahm. Richtig genießen konnte sie ihre Nahrung nicht. In der Pause aß sie schnell und auch zu Hause tat sie beim Essen immer viele Dinge gleichzeitig. Social Media checken, Radio hören, Fernseh schauen. Lesen oder telefonieren. „Mein Leben ist so furchtbar. Ich bin so unglücklich. Ich mag meine Arbeit nicht. Ich mag meine Kollegen nicht. Ich mag mein Leben nicht.“ Am Wochenende ging sie shoppen und fühlte sich dann kurzfristig besser. Mit neuen Dekogegenständen für die Wohnung oder neuen Klamotten konnte sie das triste Grau ihres Lebens kurz ausblenden.

Wo bleibt aber das Glück?

„Ich will nicht mehr so leben. Ich weiß nicht, was ich machen soll. Geht das jetzt bis zum Ende so weiter? Das kann doch nicht alles gewesen sein.“ Eines Tages kam eine andere Frau zu ihr und sagte ihr: „Nimm doch einfach mal den grauen Schleier ab und der Grauschleier über deinem Leben wird verschwinden.“ „Was soll das bringen?“, fragte die Frau. „Na dein Leben wird bunter und lebendiger!“, antwortete die andere Frau. „Ich weiß nicht, ob ich den Schleier ausziehen möchte. Das ist mir dann doch eine zu große Veränderung. Was, wenn ich dann trotzdem nicht glücklich werde?“, entgegnete die Frau. „Mut gehört dazu, sein Leben zu ändern. Bist du mutig genug?“, fragte sie die andere Frau. Sie zögerte, aber ihr Leidensdruck war so groß, dass sie sich schließlich von der anderen Frau helfen ließ, den Schleier zu lüften.

Die Sinne werden geschärft.

Ganz vorsichtig schaute sie sich um. Farben. Düfte. Sonne auf der Haut. Leichter Wind, der ihr durch die Haare strich. Der Himmel war blau und die Wolken sahen so wundervoll aus. Sonnenstrahlen brachen durch die Wolken. Die Vögel sangen. Die Bäume waren saftig grün. Die Blumen knallrot, pink und zitronengelb. Es duftete nach Regen. Und frischem Kaffee. Sie konnte nun den Menschen aufmerksam zuhören und sie wertschätzend wahrnehmen. Da fiel ihr auf, dass der größte Teil der Menschen auch einen Grauschleier trug, unter dem sie die Welt nur gedämpft wahrnehmen konnten. „Kein Wunder, dass wir uns nicht richtig sehen und uns nicht zuhören. Der graue Schleier ist schuld.“, erkannte die Frau. Sie fing an ihr Essen zu genießen und die Geschmäcker achtsam wahrzunehmen. So intensiv hatte sie noch nie ihre Sinne eingesetzt. Sie konnte sich vollkommen spüren und war so dankbar, dass der Grauschleier aus ihrem Leben verschwunden war. Sie konnte sich endlich richtig anschauen und anfangen, sich selbst zu lieben. Enthusiastisch wollte sie nun auch den anderen Menschen erzählen, wie wundervoll und magisch das Leben ohne Grau war. Wie direkt und intensiv. Viele konnte die Frau inspirieren und ermutigen, den grauen Schleier abzunehmen. Aber viele hatte auch Angst vor der Veränderung.

Lebst du noch mit deinem grauen Schleier vor deinem Gesicht? Oder erlebst du schon dein Leben mit all deinen Sinnen? Bist du mutig? Deine Zeit ist jetzt. Du lebst jetzt. Genau in diesem Augenblick. Du entscheidest, ob du den Moment gedämpft wahrnimmst oder in all seiner Magie und all seinen Farben, Düften und Wundern. Das Leben ist wundervoll. Genau jetzt! Du musst nur hinschauen und den Grauschleier wegziehen.

Raum zum Entfalten

Bleibst du in deinem kleinen Topf?

Wer hat alles eine oder mehrere Grünpflanzen im Topf in der Wohnung oder auf dem Balkon? Ich habe da mehrere Exemplare und eine schon wirklich seit vielen Jahren. Anfangs war sie noch klein und in einem kleinen Topf. Sie ist schön gewachsen. Ich habe sie gegossen und gedüngt und sie ab und zu abgeduscht. Irgendwann wuchs sie dann nicht weiter. Sie blieb gesund, aber das Wachstum hatte sie eingestellt. Das war das Signal, das die Pflanze mir sandte: „Es ist Zeit, mich in einen größeren Topf umzutopfen.“ Ich kaufte einen größeren Tontopf mit einem schönen Untersetzer und gab der Pflanze mehr Raum sich zu entfalten. Und schon ein paar Tage später kamen neue Blattriebe. Die Wurzeln hatten die Chance größer und dicker zu werden. Die Pflanze konnte endlich weiter wachsen, sich weiterzuentwickeln. Mit der richtigen Topfgröße, mit guter, nährstoffreicher Erde, Wasser und Liebe kann eine Pflanze wachsen und gedeihen. Wo das Wachstum stockt, ist vielleicht einfach nicht genug Raum und Platz. Da kann die Pflege noch so gut sein. Wenn der Raum zur Entfaltung fehlt, dann können die Wurzeln nicht tiefer und stärker und die Blätter nicht zahlreicher werden. Die Pflanze bleibt klein. Genauso ist es mit der Entfaltung bei den Menschen. Ich bleibe klein, wenn mir der Raum fehlt.

Wenn meine Gedanken in einen engen Raum gesperrt werden, dann ist da kein Platz für kreative, neue und große Ideen.

Viele Menschen bleiben ihr ganzes Leben in Unwissenheit darüber, dass sie jederzeit die Möglichkeit besitzen, sich zu entfalten. Es ist nur der Umzug in einen neuen Topf, in ein neues Denken, erforderlich. Gerade wir Frauen schaffen es sehr gut, uns und unsere Gedankenwelt klein zu halten. „Ich bin nicht so wichtig. Ich halte mich lieber zurück. Das kann ich sowieso nicht. Ich bin unfähig. Das lasse ich lieber. Das ist nichts für mich.“ Kennst du diese Sätze? Hast du davon schon welche gesagt? Also, ich habe solche Aussagen früher sehr gerne und oft benutzt und auch solche Leute angezogen, die mir das bestätigt haben. Ich blieb lieber in meinem kleinen Topf, in meinem Kleindenken und meinem kleinen Leben, in dem ich nicht wirklich glücklich war. Aber ich hielt mich weiterhin klein, denn mir wurde ja ständig gesagt, dass ich sowieso nichts zustande bringen würde. In meiner Umgebung waren alle klüger als ich und wussten es natürlich alle besser, was ich tun solle als ich. Klar, sie wollten weiterhin überlegen sein. Wenn ich in einen größeren Topf umgepflanzt werden würde, größer denken würde, dann könnte ich ihnen ja über den Kopf wachsen. Schlecht. Das wusste ich aber damals natürlich noch nicht. Als ich kurz vor dem absoluten Zusammenbruch stand, die Grünpflanze fast resigniert hatte, da kam langsam die Wende. Der Lebenswille ist dann doch größer als die Angst gewesen, nicht weiter wachsen zu können.

Wachsen, sich weiterentwickeln, Neues erfahren und lernen, nicht stillzustehen war mir wichtiger.

Nach und nach pflanzte ich mich in einen größeren Topf und, oh Wunder, die Triebe und die Wurzeln wurden größer und stärker. Die Pflanze wuchs und bekam immer neue Triebe. Wurde höher und kräftiger. Viele Menschen ließ ich auf diesem Weg zurück. Ich wurde zu groß. Dafür gesellten sich neue Menschen dazu, die auch größer werden wollten. Die sich nicht aufhalten lassen wollten in ihrem Wachstum.

Schon Kindern sollte man genug Raum zur Entfaltung geben. Wenn ich als Mutter mein Kind behüte und beschütze, es versorge und ernähre, dann kann es wachsen und gesund bleiben. Aber von Zeit zu Zeit sollte ich es in die nächste Entwicklungsstufe entlassen, es größer und stärker werden lassen und es bestärken, seinen eigenen Weg zu gehen. Wenn ich schon mein Kind kleinhalte, ihm nichts zutraue und es lieber in der Sicherheit des kleinen Topfes sehe, dann ist später das Großdenken sehr schwer. Kinder haben große Träume, die unterstützt werden sollten. Wie oft habe ich früher gehört: „Das ist brotlos, was du dir wünschst. Nur ganz wenige können das erreichen. Du gehörst bestimmt nicht dazu. Lass das lieber. Mach lieber was anderes, Kleineres…Das ist sicherer.“

Ich werde weiterhin wachsen und mich nicht mehr so leicht wie früher aufhalten lassen. Ich möchte ein großer Baum werden mit dicken und starken Wurzeln und einer hohen Krone.

 

Auferstehung und Leben

Das Leben blüht

Ich habe auf meinem Balkon schon seit einigen Jahren einen Lavendel im Topf. Jedes Frühjahr ist er wieder ausgetrieben und hat wundervoll geblüht. Diesen Winter sah der Lavendel aber richtig tot aus. Nur noch verholzte Triebe. Kein Grün. Ich war schon drauf und dran den Lavendel der Biotonne zu übergeben. Irgendetwas hielt mich aber davon ab. Und tatsächlich, seit ein paar Tagen kommt wieder Grün zum Vorschein und wird immer größer und mehr. Ich habe es nicht glauben können, dass das, was tot erscheint, lebendig ist und wieder austreibt und sich vermehrt. So wie Thomas, der nur an die Auferstehung Jesu glauben konnte, wenn er mit seinen Händen die Wunden Christi berührt. Wir feiern an Ostern das Fest der Auferstehung Christi. Er war tot und wurde betrauert. Aber er ist wieder auferstanden.

Das Leben geht weiter

Das Osterfest war ursprünglich wohl ein heidnisch-germanisches Fruchtbarkeitsfest zu Ehren der Göttin der Morgenröte. Die hieß eventuell „Ostara“. Aber nichts Genaues weiß man nicht. Leider hinterließen uns die Germanen kaum schriftliche Zeugnisse, so wie zum Beispiel die Römer. Die germanischen Stämme benutzten ihre Schrift, die sogenannten „Runen“, eher für Zauber- und Bannsprüche als für Privates oder Geschäftliches. Runen finden sich zum Beispiel auf Waffen, um sie unbesiegbar zu machen. Die Römer haben ihre Schrift so verwendet, wie wir das heute tun. Sie schrieben Verträge, Gesetze, Briefe, Bücher, Sachtexte, Historisches, Philosophisches, Biografien, Religiöses, Theaterstücke, Gedichte und mehr. Die Germanen gaben ihre Traditionen mündlich weiter. Verträge wurden mit dem Hammer oder einem Handschlag gültig. Auf dem Thing wurden Urteile gefällt und Entscheidungen getroffen. Daher ist die Herkunft des Namens „Ostern“ nur Spekulation für die Forscher. Das heidnische Fest des Frühlings war als Fest der Fruchtbarkeit und des Wiederauflebens der Natur nach dem dunklen und kalten Winter gedacht. Nicht umsonst ist Grün die Farbe der Hoffnung, der Heilung und des Lebens.

Das Leben ist fruchtbar

Warum schenken wir uns zu Ostern eigentlich keine Schoko-Kreuze oder Schokobrote? Wir schenken uns vielmehr Schoko-Hasen und Eier. Warum? Was hat das mit Jesus zu tun? Erstmal gar nichts, aber auch alles. Im Frühling lebt die Natur wieder auf. Was tot erscheint, grünt und blüht wieder. Hasen und Eier sind uralte Fruchtbarkeitssymbole. Wir feiern die Auferstehung des Lebens. Auch schon die Germanen feierten zum Frühlingsbeginn Fruchtbarkeitsfeste. Ostern ist nicht wie Weihnachten immer am selben Tag im Jahr, sondern richtet sich nach dem Mondkalender. Der erste Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond ist dann der Ostersonntag. Nur dieses Jahr , 2019, gab es eine Ausnahme, die auf komplizierte Rechnungen zurückzuführen ist, die ich nicht ganz verstehe. Eigentlich war an Karfreitag schon der zweite Frühlingsvollmond.

Feiere das Leben

Ostern, Fruchtbarkeit und Jesu Auferstehung von den Toten passt also sehr gut zusammen. Wir feiern das Leben an sich. Den Kreislauf von Werden und Vergehen. Die Hoffnung, dass nach einer dunklen Nacht, die Morgenröte zu sehen ist und einen neuen wunderbaren Tag des Lebens verheißt. Auch wenn man stirbt, bleibt etwas zurück. Die Energie, im physikalischen Sinne, kann nicht verloren gehen. Zudem bleiben die Taten und die Worte der Menschen erhalten. Frage dich: „Was bleibt von mir zurück? Welche Taten und Worte bleiben in Erinnerung? Was möchte ich der Welt hinterlassen?“ Wir erinnern uns der Worte und Taten Christi und geben sie weiter.

Glaube an deine Kraft und deine Macht. Du kannst die Welt mit deinen Taten und Worten verändern.

„Wenn ihr Glauben hättet so groß wie ein Senfkorn, dann könntet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Reiß dich aus und versetze dich ans Meer!, und er würde euch gehorchen.“ Lukas 17, 6

Oft ist der Glaube schwer. Heute verlangt man, wie Thomas, nach Beweisen. Mein Lavendel wächst wieder. Der Wald wird wieder grün. Die Sonne geht wieder auf. Das sind die Beweise. Aber glaube schon, bevor du es siehst. Glaube an deine Macht, deinen Erfolg und an dich selbst. Du bist die Schöpferin deines Lebens.

„Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.“ Markus 9, 23

 

 

Gib deinen Gefühlen Raum

Keine rosarote Brille

Ein glückliches Leben bedeutet nicht, immer lächelnd, wie auf Drogen, durchs Leben zu laufen und alles ständig durch die rosarote Brille zu betrachten. Es bedeutet nicht, keinen Ärger, keine schlechte Laune und keine Wut in sich zu haben. Jedes Gefühl ist erlaubt und sogar dringend erforderlich für ein glückliches Leben. Du spielst auch nicht immer nur eine Taste auf dem Klavier und nennst das „Musik“. Ich habe auch nicht nur ein einziges Gefühl (immer lächelnd) und nenne es dann Leben. Ich lasse meine Gefühle raus. Ich staue sie nicht an oder unterdrücke sie. Ich gebe den Gefühlen immer ein Ventil. Dann verraucht auch der Ärger schnell und die schlechte Laune ist auch wieder rasch vorbei.

Ein glückliches Leben zu führen, heißt, zu sich selbst zu einhundert Prozent stehen.

Sich bedingungslos anzunehmen mit allen Launen. Sich selbst erkennen. Ich will kein künstliches Ich kreieren, das mir in keinster Weise entspricht. Ich will mich spüren und authentisch sein. Und wenn ich Ärger fühle, dann lasse ich ihn zu. Genauso natürlich, wenn ich Freude fühle. Dann darf ich das zeigen. Ich will Höhen und Tiefen erleben. Wenn ich mir sagen würde: „Ich bin ja Glückstrainerin. Ich muss immer glücklich sein oder wenigstens so tun… Ich muss immer lächeln und zufrieden sein. Smile, smile, smile.“ Also, wenn ich das sagen würde, dann wäre ich nicht ehrlich. Nicht glaubwürdig. Das würde ich mir selbst nicht glauben. Kein Mensch hat jeden Tag ein und dieselbe Laune. Das Leben ist eine Achterbahn. Lass alles zu. Verdränge nichts. Lass alles raus, bevor es dich von innen vergiftet. Ärger dich. Schrei. Heule. Dann geht auch diese Laune vorbei. Du kannst sagen: „Ich habe es rausgelassen und es gespürt. Mich gespürt. Nun ist mein Kopf wieder klar.“ Ich finde danach immer einen Weg, wie es weitergehen kann.

Ich bin immer Ich. Vollkommen.

Ich entspreche nicht den Erwartungen anderer. Ich verhalte mich nicht so, wie andere es vielleicht von mir erwarten. Ich bin frei. Ich verhalte mich, wie ich mich fühle und fühle mich dadurch. Klar, einige werden sagen: „Wie kannst du nur!“ Aber ich liebe mich und nehme mich so an, wie ich gerade bin. Wenn etwas nicht so läuft, wie ich mir das eigentlich gewünscht habe, dann war ich nicht klar genug. Die Lösung: Ich zeige beim nächsten Mal mehr Klarheit. Ich erschaffe mir mein Leben. Genau wie du. Das bedeutet, ein glückliches Leben zu führen.

Ich gehe weiter. Ich verharre nicht an einer Stelle.

Ich öffne eine andere Tür, ändere die Route, wähle einen anderen Weg. „Ok. Wo gehe ich jetzt lang? Wie geht’s jetzt weiter? Was kann ich jetzt machen? Was kann ich anders machen?“ Das sind die Fragen, die ich mir stelle. Ich fühle mich nicht mehr ohnmächtig. Ich habe es in der Hand. Ich habe die Macht. Ich habe die Krone auf. Ich treffe die Entscheidungen. Das bedeutet es, ein glückliches Leben zu führen. Erst wenn du die Macht, die Entscheidungsgewalt, deine Krone abgibst und dich als hilfloser Spielball der anderen fühlst, dann wirst du unglücklich.

Ein glückliches Leben führen, heißt, immer einen Ausweg zu sehen. Nie aufzugeben. Nie stehenzubleiben und dauerhaft zu jammern, wie schlecht alles läuft und wer alles daran Schuld hat. Glücklich sein, bedeutet, sich weiterzuentwickeln, sich zu verändern, im Flow des Lebens zu sein. Sich neugierig auf alles einzulassen, auch auf die schwierigen Augenblicke, und bedingungslose Liebe zu fühlen. Verbundenheit. Zusammengehörigkeit. Harmonie. Das ist Glück.

Besuch aus der Vergangenheit

Wir haben Luxusprobleme, die uns vom Glück fernhalten

Jammerst du gern, wie schlecht es dir geht? Morgens hat die Bahn Verspätung. Dann kriegst du keinen Sitzplatz. Die Kolleginnen nerven dich. Die Kunden sind einfach nur furchtbar? Das Mittagessen schmeckt nicht. Später beim Einkaufen gibt es im Regal deine Cornflakessorte nicht. Abends quengeln die Kinder und beschweren sich über das Essen. Sie wollen lieber Nutella. Du sitzt abgeschafft vor dem Fernseher, schaust Tagesschau und denkst nur: „Ja. Die Welt ist schlecht. Und ich bin mittendrin. Früher war es bestimmt besser. Da waren die Menschen noch nicht so orientierungslos und voller Hass. Da hat man noch Rücksicht genommen. Da kannte man noch Höflichkeit.“

Plötzlich, du sitzt immer noch auf deinem Sofa, siehst du einen grellen Lichtblitz und vor dir steht eine Frau. Sie hat eine seltsame Frisur und komische Kleidung an. „Wer sind Sie?“ fragst du die Fremde in deinem Wohnzimmer. „Ich bin deine Urururururgroßmutter, mit noch ein paar „ur“…“, antwortet sie dir. „Ich habe gehört, du wertschätzt dein Leben hier im Luxus nicht.“ „Wie bitte? Ich lebe doch nicht im Luxus. Ich muss aufpassen, dass ich mein Konto nicht überziehe.“, entgegnest du deiner Vorfahrin und denkst gleichzeitig: „Wie ist die denn hergekommen???“ „Ich habe 1319 gelebt und was ich hier sehe, ist Luxus.“, sagt deine Ahnin. „Du hast eine große Wohnung. Du hast ein Dach über dem Kopf, eine Heizung, fließendes Wasser, genug zu essen. Du kaufst im Supermarkt ein oder lässt dir Waren bequem nach Hause liefern. Deine Waschmaschine wäscht völlig automatisch deine Wäsche. Du musst nicht mühsam deine Wäsche am Fluss oder Trog waschen und brauchst einen ganzen Tag dafür. Du musst keine Angst vor Fieber haben. Du hast kein Kind verloren, weil es noch keine Impfung gab oder Hunger. Es gibt eine ärztliche Versorgung und Krankenhäuser. Bei mir im Mittelalter waren die Straßen nicht gepflastert. Ich musste durch Schlamm und Staub laufen. Toiletten, Abwasserkanäle und Müllabfuhr gab es nicht. Die Leute haben sich wüst beschimpft, in Fehden und Kriegen abgeschlachtet und kippten ihren Unrat auf andere. Also, erzähl du mir nicht, du lebst hier nicht im Luxus. Hast du jemals Wertschätzung und Dankbarkeit dafür empfunden?“

„Aber das ist doch selbstverständlich, dass wir diese Versorgung mit allem haben. Das ist die moderne Zivilisation!“, antwortest du. „Nein. Nichts ist selbstverständlich.“, sagt plötzlich eine zweite Stimme. „Wie viele kommen da noch?“, fragst du dich, denn eine zweite Frau steht nun auch noch in deinem Wohnzimmer. „Ich bin deine Uroma aus dem Jahr 1919. Ich war eine junge Mutter als der Zweite Weltkrieg ausbrach.“, erklärt diese zweite Fremde. „Mein Mann musste im Krieg kämpfen. Ich wusste nicht, ob wir uns wiedersehen. Ich rannte mit den Kindern bei Bombenalarm in den Bunker und wir hatten Angst um unser Leben. Steht unser Haus noch? Leben unsere Verwandten und Freunde noch? Das wussten wir alle nicht, als die Bomben fielen. Woher kommt unsere nächste Mahlzeit? Werde ich alle satt kriegen? Gibt es genug warme Sachen zum Anziehen? Schuhe? Du rennst doch heute höchstens nach der Straßenbahn und nicht um dein Leben. Du überlegst vor übervollen Supermarktregalen, was du heute kochen sollst und kannst dich vor lauter Vielfalt nicht entscheiden. Du hast einen vollgestopften Kleiderschrank und doch nichts zum Anziehen und weißt nicht mehr wohin mit deinen ganzen Schuhen, die du nie anziehst. Weißt du diesen Luxus zu schätzen? Ich würde jeden Tag dankbar aufstehen, wenn ich damals solche Möglichkeiten gehabt hätte.“

Deine Mittelalter-Uroma sagt: „Alles, was du kannst, ist Jammern und Meckern. Du willst immer das, was du nicht hast und bist daher unzufrieden. Wertschätze doch mal, das alles, was du hast. Jetzt gerade. Dein Leben im Wohlstand und in Gesundheit. Schau nicht auf das, was andere mehr haben als du. Natürlich hast du kein Haus mit Pool und Butler. Du kannst keine teuren Jetset-Reisen machen. Aber auch die, die mehr als du haben, wollen immer mehr. Die sind auch nicht zufrieden und dankbar. Sie vergleichen sich mit denen, die noch reicher sind und meckern und jammern auch, glaub mir. Nur wenn du aufhörst, dich mit anderen Lebensstandards zu vergleichen und endlich für das dankbar bist, was du gerade in diesem Augenblick hast, dann hast du die Chance auf ein glückliches und erfülltes Leben. Vorher nicht.“

Ein Blitz. Dann sitzt du wieder allein da. Hast du dir das alles nur eingebildet? Aber es macht dich nachdenklich. „Vielleicht hatten meine Vorfahrinnen Recht. Ich habe ein sehr gutes Leben und das sollte ich mal anerkennen. Meine Probleme sind wirklich nichts im Vergleich zu deren.“

Meghan Trainor nennt das in einem ihrer Songs „Champagne Problems“. Also, keine richtigen Probleme, sondern Champagnerprobleme. Luxusprobleme.

 

Deine Suche wird ewig dauern

Suchst du das Glück?

Suche, so wirst du ewig suchen

Läufst du den glücklichen Augenblicken hinterher? Suchst du täglich nach den Glücksmomenten? Bist du schon ganz verzweifelt, weil deine Suche ergebnislos bleibt? Herzlichen Glückswunsch, du hast dich entschieden, ein Suchender zu sein. Dein Fokus ist auf dem Suchen. Nicht auf dem Finden! Das ist der Unterschied.

Wenn du dein Leben glücklich und erfüllt verbringen willst, dann solltest du ins Tun kommen.

Lass das ewige Suchen sein. Kennst du das Phänomen der Suche auch vom Shoppen? „Ich suche ein Abendkleid für eine Veranstaltung.“ Ja, dann viel Erfolg. Bei deiner Shoppingtour findest du alles Mögliche, aber kein Abendkleid. Am Ende des Tages hast du zwei neue Jeans, ein Paar neue Schuhe und ein Armband, aber kein Abendkleid. Dafür bist du doch aber in die Stadt gegangen…

Genauso geht es mit dem Satz „Ich suche immer einen Parkplatz in der Stadt. Ich habe noch nie erlebt, dass ich gleich einen Parkplatz gefunden habe.“ Juhu! Logisch. Merkst du was? Du suchst einen Parkplatz.

Oder „Ich suche einen Partner. Immer gerate ich an komische Typen. Ich glaube, ich werde ewig nach dem idealen Partner für mich suchen.“

Kommt dir da was bekannt vor?

Wenn ja, ermutige ich dich, deinen Fokus zu verändern. Sage in Zukunft „Ich finde ein Abendkleid. Ich finde einen Parkplatz. Ich finde den Partner, der genau zu mir passt.“

Lebe bewusst im Augenblick.

Das bedeutet achtsam und aufmerksam zu sein. Du entscheidest dich, im Hier und Jetzt zu leben. Der Satz „Ich suche…“ drückt eigentlich ein zukünftiges Ereignis aus. Du suchst und hoffst, dass du finden wirst. Du suchst, um in Zukunft etwas zu haben. Der Satz „Ich finde…“ hat schon das Happy End inklusive. Er steht für die Gegenwart. Er drückt absolute Zuversicht aus, dass du finden wirst. Du weißt ganz genau, dass es so eintrifft.

Mach es genauso mit dem Glück. Sei zuversichtlich, dass du jeden Tag und jeden Moment glücklich sein kannst. Schaue nicht auf das Zukünftige. Erhoffe dir nicht Glück, wenn du erstmal Urlaub hast, wenn du mehr Geld verdienst, wenn die Kinder größer sind, wenn du in Rente bist, wenn du deinen Traumpartner geheiratet hast, wenn du in einer größeren Wohnung lebst.

Es ist so leicht möglich jetzt, in deinem „schnöden“ Alltag Glück zu finden. Öffne deine Sinne. Deine Augen können so wundervolle Dinge, wie einen Regenbogen, einen Sonnenuntergang, den neonpinken Pulli, deine Kinder, sehen. Deine Ohren können Musik und die Stimmen deiner Liebsten hören. Du kannst den Duft der süßen Blüten mit deinem Geruchssinn wahrnehmen, Parfüm, Seife, frische Wäsche, lecker Pizza, Kräuter, Kaffee. Du schmeckst, dank deines Geschmackssinns, süß, bitter und sauer. Ohne den Tastsinn könntest du keine Berührung spüren. Nutze heute und jeden Tag deine Sinne, um ganz in der Gegenwart zu leben und dein Leben zu erleben. Dann findest du ganz von allein deine Momente des Glücks.

Setze ab jetzt deinen Fokus auf das Finden! Und du wirst nie mehr suchen.

 

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Von der Angst loszulassen

Von der Angst loszulassen und zu kurz zu kommen

Oder

Ausräumen kann ganz schön anstrengend sein

Ich sortiere gern Dinge aus. Ballast, der mich belastet. Ein luftiges Haus bedeutet für mich Freiheit. Ein aufgeräumter Keller oder Kleiderschrank ist eine wahre Erleichterung für mich. Früher habe ich sehr viel „Zeugs“ gekauft und angesammelt. Die Kleidung und die vielen Spielsachen meiner Tochter kamen hinzu. Mit der Zeit entwickelte sich mein Keller zum Hindernisparcours. Ich sortierte nicht wirklich aus, sondern verschob die Dinge nur von einem Ort zum anderen. Der Berg blieb der Gleiche. Tief in mir saß die Angst, Besitz loszulassen. „Ich könnte es vielleicht noch brauchen!“ war immer mein Argument. Irgendwann, als ich kaum noch den Keller betreten konnte, weil er einfach zu voll war, irgendwann, als mein Kleiderschrank aus allen Nähten platzte und so vollgestopft war, dass ich nichts mehr fand oder alles verknittert war, da beschloss ich aufzuräumen und auszusortieren. Herrlich! Ich befreite mich von allem, woran mein Herz nicht mehr hing. Aber hier fingen andere Probleme an. Wohin mit dem Zeug? Ich wollte ja nicht alles einfach der Mülltonne überantworten. Die Sachen waren noch gut, viele hochwertig. Andere Menschen können meinen ehemaligen Besitz eventuell noch sehr gut gebrauchen. Gerade meine Bücher haben für mich großen Wert. Ein Autor hat sich große Mühe gegeben, das Buch zu schreiben. Es wurde verlegt, gedruckt und verkauft. Das kann ich nicht wegwerfen!

Es gibt viele Wege, meine Dinge loszuwerden.

Es hieß Menschen zu finden, die meine Sachen noch haben wollen. Ich entdeckte viele Wege, meine Dinge loszuwerden und machte sehr viele verschiedene Erfahrungen. Als erstes wurde mir der Gang auf den Flohmarkt empfohlen. Leider bin ich nicht so der Flohmarktenthusiast. Eine Freundin empfahl ein Unternehmen, an das man Kleidung und Bücher schicken kann und schon auf der Webseite sehen kann, wieviel man dafür noch bekommt. Gute Idee, dachte ich. Allerdings war das sehr zeitaufwändig. Ich musste zudem Päckchen packen und zur Post bringen. Selbst als ich sehr gute Kleidung und top erhaltene Bücher zu diesem Unternehmen schickte, gaben sie mir oft nicht das ausgewiesene Geld, weil angeblich Flecken oder Fehler am Produkt entdeckt wurden. Diese ganze Mühe und die viele Zeit! Nein! Nach ein paar Mal gab ich diese Art der Erfahrung auf.

Wertschätzung ist gar nicht so einfach.

Ich entschied mich im Folgenden die Online-Flohmarkt-Methode auszuprobieren: ebay-Kleinanzeigen. Aufwändig alles zu fotografieren war zwar sehr mühsam für mich. Aber ich wollte meine Wertschätzung zeigen und gab mir Mühe auch noch tolle Texte für die Anzeige zu verfassen. Was dann geschah ist für mich ein Spiegel unserer Gesellschaft. Leute wollten vieles haben, aber geschenkt, ohne Versand zu zahlen und stritten sich, wer was haben darf. Ich bekam Hassnachrichten, wenn ich etwas an jemand anders verkaufte. Diese Menschen haben wohl alle Angst, nicht genug abzubekommen. Sie befürchten, dass sie zu kurz kommen, nicht beachtet werden. Sie leben im ständigen Mangel. Ich veränderte zwar diesbezüglich mein Mindset „Ich ziehe nur wertschätzende Käufer an, die mir den gewünschten Preis zahlen“, was wirklich half, aber ich hatte keine Lust mehr, meine Zeit in diese Kleinanzeigen zu investieren.

Das alles macht mir gar kein Spaß. Ich empfinde Glück, wenn ich andere Menschen glücklich mache. Aber hier mache ich doch keine Menschen glücklich, oder?

Verschenken kann eine einfachere Lösung sein.

Ich ging dazu über, meinen Besitz lieber zu verschenken. Dazu benutzte ich fast ausschließlich eine bestimmte Facebook-Gruppe. Aber es wurde nicht besser, sondern schlimmer. Hier begegneten mir noch mehr Menschen, die im Gefühl des Mangels leben. Diese Leute jammern, dass alle anderen besser als sie dran sind. Das Gras ist beim Nachbarn immer grüner, deren Haus größer und schöner, deren Job besser, deren Urlaube länger und erlebnisreicher. Sie sehen nicht, was sie alles haben. Sie haben keinen Blick für all das Schöne und Wertvolle, das bereits in ihrem Leben ist. Zum Glück waren auch viele sehr liebe Menschen in dieser Gruppe, die mir sogar Süßigkeiten, Kärtchen und kleine Aufmerksamkeiten mitbrachten, als sie das Geschenkte abholten. Wegen dieser Leute blieb ich auch sehr lange in dieser „Verschenke-Gruppe“. Aber irgendwann hatte ich auch davon genug. Glücksgefühle? Fehlanzeige.

Verbindlichkeit ist mir wichtig.

Die vielen „verbindlichen Zusagen“ nervten mich zusehends. Leute, warum seid ihr nicht mehr verbindlich? Warum sagt ihr, dass ihr dann und dann kommt und das Teil unbedingt wollt? Und holt es nicht ab? Und sagt oft nicht mal Bescheid? Ihr begehrt etwas, damit ihr nicht zu kurz kommt? Oder an was liegt das? Erst laut „hier“ schreien und dann wieder verstummen. So wollte ich nicht meine Zeit vergeuden.

Es muss doch eine Methode geben, die leicht und unbeschwert ist! Sonst lasse ich das doch wieder mit dem Aussortieren. Hilfe!

Ok. Ich fand schließlich eine wunderbare Möglichkeit, meine Sachen loszuwerden. Und diese Methode ist genau die, bei der ich bleibe. Ich spende. Ich habe ein paar sehr gute Stellen, wie ein lokales Kinderheim und ein Second-Hand-Kaufhaus gefunden, die sehr dankbar sind. Das Personal ist superfreundlich, hilft sogar beim Ausladen und bedankt sich herzlich. Ich weiß, dass meine Sachen und die meiner Tochter Menschen glücklich machen und ein zweites Leben erleben dürfen. Glück? Ja!

Geht doch! Ich habe immer noch sehr viel im Keller und in den Schränken, aber ich kaufe kaum noch Neues dazu. Und wenn, dann sortiere ich Altes aus. Viele Bücher lese ich jetzt auch auf meinem E-Book-Reader. Kleidung kaufe ich nicht mehr inflationär. Und wenn, dann hochwertiger und meinem Stil und meinen Farben entsprechend. Es gibt keine Shopping-Eskapaden. Ich investiere mein Geld auch lieber in Reisen als in „Dekokram“, der doch nur vor sich hinstaubt.

Der Weg ist dein Leben

Ich erschaffe meinen Lebensweg

 

Wanderst du gern? Gehst du gern spazieren? Ich bewege mich gern in der Natur. Mit oder ohne meine Nordic-Walking Stöcke. Ich liebe wandern. Gehen, wandern, laufen, walken. Da steckt Bewegung drin. Das Leben ist Bewegung. Es strebt vorwärts. Will sich weiterentwickeln. Was nützt dir dein schöner Wanderausflug, wenn du nur auf der Stelle stehst? Da kommst du nicht voran. Dann kannst du nicht sagen: „Heute war ich wandern. Ich habe 10 km geschafft.“ Sondern: „Ich war heute 2 Stunden auf der Stelle gestanden. War schön.“

Dein Lebensweg ändert sich, wenn du voran schreitest.

Wo bist du gerade? Wie sieht dein Weg aus? Wer geht mit dir? Wo willst du hin? Welche Abzweigung nimmst du als nächstes?

Bist du überzeugt, dass dein Weg schwer ist? Voller Hindernisse und Fallen? Dann wird das so sein. Bist du überzeugt, dass dein Weg leicht und einfach, voller positiver Überraschungen ist? Dann wird das so sein. Denn deine Wahrheit über deinen Weg kreiert deinen Weg. Das Gute daran ist, du kannst selbst entscheiden, welchen Weg du einschlägst. Ja, das ist wirklich so. Du entscheidest in deinem Leben, wo es lang geht.

Und jetzt stell dir dein Leben als Weg vor. Mal verläuft er gerade, mal in Kurven. Mal ist der Weg breit und gepflastert, dann wieder holprig und schmal. Du läufst weiter. Entscheidest dich neu. Was ist wohl hinter der Biegung? Was passiert, wenn ich jetzt rechts abbiege? Oft liegt ein Hindernis im Weg. Du kletterst drüber. Weichst aus auf einen Nebenweg und entdeckst dabei Neues. Du triffst auf jeder Wegstrecke Menschen. Manche helfen dir, unterstützen dich, andere werfen dir die Hindernisse auf den Weg. Manchmal läufst du eine Strecke allein, dann wieder sind sehr viele Leute um dich herum, die alle denselben Weg gehen.

Es kommt bestimmt auch vor, dass du den Weg vor lauter Bäumen nicht siehst. Da hilft es, auf eine Aussichtsplattform zu steigen und die Perspektive zu wechseln. Oder der Weg ist zugewachsen, wie im Urwald, und dir fehlt die Orientierung. Da hilft es sich kraftvoll und mutig den Weg freizuhauen. Dann stehst du plötzlich vor einer Mauer. Es geht nicht mehr vorwärts. In so einem Fall kannst du schauen, wer in der Nähe ist, der dich unterstützen kann, über die Mauer zu kommen. Oder du gehst ein kurzes Stück zurück, um dann einen anderen Weg zu nehmen. Alles ist erlaubt, nur nicht erstarren und stehenbleiben. Willst du dein ganzes Leben am selben Standort verbringen? Auf die Mauer in der Sackgasse starren? Oder willst du dich bewegen? Vorwärtskommen?

Das Leben ist eine große Abenteuerfahrt, ein großer Wanderausflug.

Und es gibt keine Garantie, dass du immer die richtige Entscheidung triffst. Die einzige Garantie ist das tödliche Ende. Vielleicht gehst du einen bestimmten Weg ein Stück zu weit oder du nimmst einen Umweg. Oder den Weg mit den Schlingpflanzen. Aber gib niemals auf und bleib heulend am Weg stehen und sag „Ich gehe jetzt nicht weiter. Das ist nichts für mich. Ich habe Angst weiterzugehen. Kommt eh kein guter Weg mehr. Da kann ich genauso gut hier sitzen bleiben.“ Pause machen, Kraft schöpfen ist ok. Sogar sehr wichtig. Aber gehe danach weiter vorwärts. Deine Einstellung ist dabei entscheidend. Erwartest du Schlechtes, kommt Schlechtes. Erwartest du dunkle Gestalten, die dich überfallen und ausnehmen, kommen dunkle Gestalten. Gehst du einfach zuversichtlich und voller Freude und Neugier auf das Kommende weiter und bist offen für Überraschungen und Neues, dann wird der Weg leicht und einfach.

Achte auf die Zeichen am Wegesrand. Sei offen für deine Umwelt und deine Mitmenschen. Das Leben ist so, wie du es dir erschaffst. Wir sind alles Schöpfer. Wir kreieren unseren Weg. Ich finde, das ist fantastisch. Das Leben steckt voll von Möglichkeiten. Eben verschiedenen Wegen, die ich alle wählen kann. Hast du Lust, dich auf den Weg zu machen?

 

Ninas Glückstraining

 

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