Achtsamkeit im Alltag

Wie du mit Achtsamkeit glücklicher wirst

Geht bei dir oft Geschirr zu Bruch? Oder du verlegst deine Schlüssel? Du kannst deine Brille nirgends finden? Der Bleistift fällt dir zum wiederholten Male runter? Oder du schlägst dir oft deinen Fuß oder dein Knie an? Das kann an mangelnder Achtsamkeit liegen. Wenn du hektisch unter Stress und Zeitnot herumhetzt und du kaum durchatmen kannst, dann passieren oft solche „Unachtsamkeiten“. Aha! Da steckt ja schon das Wort „Achtsamkeit“ mit drin. Wenn ich also unachtsam bin, dann kann ich mich verletzen, Dinge kaputt machen oder vergessen, wo ich was hingelegt habe. Mir ging es früher sehr oft so. Ständig habe ich nach etwas gesucht und einiges Geschirr, darunter auch mein Lieblingsglas, zerdeppert. Aber wie kannst du vorgehen, um mehr Achtsamkeit in deinen Alltag zu holen?

Bewusst den Moment erleben

Wenn du unachtsam bist, dann lebst du nicht im Augenblick. Du denkst an gestern, an das blöde Telefonat oder an das, was du bis heute Abend noch alles erledigen musst. Der Moment geht vorüber und du weiß gar nicht, was du eigentlich gerade getan hast. Du bist in Gedanken nicht hier in diesem Moment. Und schwupps, ist das Glas umgekippt und der Inhalt ergießt sich über den Tisch, auf den Boden, über die Tastatur. Beim Aufwischen stößt du dir auch noch den Kopf am Tisch an. Aua. Die Lösung ist, bewusst den Augenblick wahrzunehmen. Ganz im Hier und Jetzt zu sein.

Nutze deine Sinne

Du besitzt etwas, das dir die Achtsamkeit enorm erleichtern kann. Deine Sinne. Wir Menschen haben fünf Sinne zur Verfügung, um mit unserer Außenwelt in Kontakt zu treten und alles bewusst wahrnehmen zu können. Deine Augen können sehen. Also, sieh genau hin. Wenn du gerade in der Küche bist, dann schau dir doch mal alles genau an. Die Einrichtung, die Tapete, die Stühle, das Fenster, die Spüle, den Herd. Wie ist das Licht? Wo ist der Schatten? Wie sehen die Farben aus? Was siehst du draußen, wenn du durchs Fenster schaust? Wenn du gerade am Computer sitzt, dann fokussiere dich auf das Geschriebene oder deine Arbeit am Bildschirm. Sieh hin. Nimm alles mit deinen Augen wahr. Auf diese Weise können sich zum Beispiel auch Probleme mit der Software in Luft auflösen.

Du hast Ohren, die hören können. Hör hin und höre zu. Jemand redet gerade mit dir? Schenke demjenigen Aufmerksamkeit und höre zu. Ja. Wirklich aktiv zuhören. Nicht nur so tun, nett nicken und dann vielleicht missverstehen, weil du nicht genau zu- und hingehört hast. Kommunikationsprobleme lösen sich mit genauem Zuhören oft von selbst.

Weißt du, wie dein Kaffee, den du gerade trinkst, wirklich schmeckt? Wie oft trinkst oder isst du etwas und nimmst überhaupt nicht den Geschmack wahr. Wenn du beim Frühstück sitzt, dann frühstücke. Mach nicht noch andere Sachen nebenbei. Nimm dir Zeit und genieße den Geschmack des Kaffees, des Brötchens und der Marmelade. Wie schmeckt die Erdbeermarmelade? Wie intensiv ist der Geschmack des Kaffees? Kaue und schlucke nicht hastig. Erstens schmeckst du dann nichts, zweitens, du könntest dich verschlucken, drittens fällt dir dann so schnell nichts runter, da du ja achtsam und bewusst genießt. Zeit sparst du dann auch dabei. Denn wenn du alles sorgfältig tust und bewusst, dann musst du hinterher nicht die Scherben auflesen oder den Tisch reinigen. Oder deinen Kopf kühlen und dein Knie verarzten.

Deine Sinne als Schlüssel für ein glückliches Leben

Wie riechen Bücher, Kaffeebohnen, frischer Toast oder Bananen? Nach was duftet dein Parfüm? Nimm dir bewusst Zeit, deinen Geruchssinn einzusetzen. Egal was du gerade tust, etwas zu Riechen gibt es immer, oder? Ja. Ich weiß. Auch der Schweiß meines Kollegen, der Mülleimer. Ja. Bei Achtsamkeitsübungen geht es auch darum, nicht zu bewerten. Nimm alles wahr und sage „Danke“, dass du riechen kannst. Es gibt Menschen, die haben ihren Geruchssinn verloren. Die können zwar nicht mehr die Schweißgerüche des Kollegen riechen, aber auch nicht mehr den Duft frischgemähten Rasens.

„Das berührt mich sehr.“ Im direkten und auch im übertragenen Sinn können wir berührt werden und auch rühren. Der Tastsinn ist ein sehr wichtiger Sinn, um mit der Welt in Kontakt zu treten. Denk mal nach, was und wen du tagtäglich berührst? Nimm alle diese Berührungen wahr. Wie fühlt sich die Kaffeetasse an, die Hand meines Geschäftskollegen, die Lippen meines Partners, das Handy, die Computertastatur, die Blumen, das Wasser auf meiner Haut beim Händewaschen, der Wind auf meiner Haut? Stell dir vor, du würdest das alles nicht mehr fühlen können.

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Die wirklich wichtigen Dinge im Leben

Was du mit Geld nicht kaufen kannst

Jeder, den ich frage, hätte gern mehr Geld. Ich nehme mich davon nicht aus. Klar, es ist immer gut, mehr Geld zu haben, denn dann kann ich mir und meiner Tochter mehr Wünsche erfüllen. Reisen, tolle Hotels, bessere elektronische Geräte kann ich für mehr Geld bekommen. Und auch Hilfe. Ich kann Menschen bezahlen, die das tun, was ich nicht so gern tue, wie Putzen, einen Online-Kurs technisch einrichten oder meine Webseite technisch betreuen. Wenn ich mehr Geld habe, kann ich öfter essen gehen und muss daheim nicht kochen und danach abwaschen und aufräumen. Auch gut. Ich denke, jeder von uns hat bestimmt spontan ähnliche Dinge im Kopf, wenn er an mehr Geld denkt. Aber die wirklich wichtigen Dinge im Leben sind unbezahlbar. Du kannst dein Glück nicht kaufen.

Macht Geld glücklich?

Was antwortest du darauf? Meine Meinung dazu ist eindeutig: Nein. Geld macht nicht glücklich. Ja. Geld erleichtert das Leben sehr. Was brauchst du denn zum Glücklichsein? Das größere Auto, die Luxusreise, das große Haus mit Pool, den Privatjet, die Yacht? Vielleicht macht dich das kurzfristig glücklich, aber auf längere Sicht? Stell dir vor, du hättest das alles. Mit wem möchtest du das teilen? Mit deinem Partner, deinen Kindern, deinen Eltern, deinen Freunden? Was nützt dir die tollste Luxusvilla, wenn du dort allein bist? Oder in einer unglücklichen Partnerschaft lebst? Was macht dich wirklich glücklich? Was nützt dir dein Privatjet, wenn du keine Zeit hast? Durch dein Leben hetzt? Unter Stress und Druck stehst? Die Schönheit des Augenblicks nicht wahrnimmst, weil du zu beschäftigt mit „was viel Wichtigerem“ bist? Was nützt dir das tolle Auto, wenn du nicht gesund bist? Was nützt dir die Yacht, wenn dich keiner liebt und du niemand liebst?

Zeit macht glücklich.

Nimm dir Zeit. Gewöhne dir an, deine Zeit gut zu managen und einzuteilen. Gönne dir Pausen, seien es auch nur Mikropausen von ein paar Minuten. Übe Achtsamkeit und Meditation, um dich im Hier und Jetzt besser wahrzunehmen. Verbringe Zeit mit deiner Familie oder mit den Menschen, die du wirklich gern um dich hast. Delegiere Aufgaben, die dir die Zeit rauben. Atme durch und sage oft „Danke“. Zeit kannst du nicht mit all dem Geld der Welt kaufen. Die Zeit ist unendlich kostbar. Sie zerrinnt unter deinen Fingern, egal wie du diese Zeit deines Lebens füllst. Also, frage dich, für was will ich Zeit haben? Mit wem will ich meine Zeit verbringen?

Gesundheit macht glücklich.

Du warst bestimmt schon mal krank. Schon beim kleinsten Schnupfen fühlen wir uns elend und schlecht und wünschen uns nur eins: wieder gesund zu werden. Endlich wieder frei atmen, keine Schniefnase mehr, keine Kopfschmerzen. Wir sind selbst mit einer harmlosen Erkrankung stark eingeschränkt. Was nützt dir da dein Geld? Klar, mit Geld kannst du dir eine bevorzugte Behandlung beim Arzt oder im Krankenhaus sichern, dir mehr und bessere Medikamente kaufen, als die, die die Kasse verschreibt. Aber das Geld kann dir Gesundheit nicht kaufen, wie Brötchen beim Bäcker. Du gehst nicht zum Arzt und sagst: „Hier 10.000 €. Ich möchte vollkommene Gesundheit. Vielen Dank. Nein. Ich brauche keine Quittung.“

Liebe macht glücklich.

Liebe ist die größte Macht im Universum. Dich zu entscheiden zu lieben und geliebt zu werden, ist die beste Entscheidung, die du in deinem Leben treffen kannst. Liebe und lass dich lieben. Das ist völlig kostenfrei. Deine Zeit mit den Menschen, die du liebst und die dich lieben, zu verbringen, ist das Wundervollste, das du tun kannst. Aber wenn du nie da bist, nur am Computer oder am Smartphone sitzt oder deine Prioritäten woanders als bei deinen Liebsten sind, dann ist dein Leben ärmer. Alles Geld der Welt kauft dir keine glückliche Liebesbeziehung. Liebe ist groß und unendlich und auch unergründlich und du weißt nicht, wie du da beginnen sollst? Weißt du, womit du anfangen kannst? Mit der Liebesbeziehung zu dir selbst. Fang an, dich anzunehmen, so wie du bist. Ja, genauso, wie du jetzt gerade bist. Ja, auch mit der Cellulite, den grauen Haaren und den Pickeln. Mache dir selbst den Hof. Bemühe dich um dich wie um deinen Traumpartner. Ich verrate dir: Wenn du dich wirklich liebst, dir daher Gutes gönnst, dich pflegst und dich mit liebevollen Worten bedenkst und auch mal Blumen kaufst, dann kommt die Liebe auch von außen zu dir geflogen.

Mein Programm für mehr Selbstliebe findest du hier.

Ich freue mich, wenn du mich kontaktierst. Ein dreißigminütiges Gespräch mit mir ist für dich kostenfrei.

Nähre deine Flamme

Das Wunder von Pfingsten

Fragt man die Leute, was sie mit Pfingsten verbinden, kommen die meisten ins Stocken. „Irgendwas mit dem Heiligen Geist“, ist dann oft die Antwort. In unserer heutigen Zeit erscheint das sehr abstrakt und archaisch, deswegen fehlt da wohl der Bezug. Anders als bei Weihnachten und Ostern gibt es keine Geschenke und auch nicht so eine penetrante Werbung für Feinkost. Es ist eher Grillen angesagt.

Der Heilige Geist wird ausgegossen.

Pfingsten wurde schon von den Israeliten sieben Wochen oder eben 50 Tage nach dem Passafest gefeiert. Unser Wort „Pfingsten“ beruht auf dem griechischen Begriff „pentekoste“, was so viel wie „der 50. Tag (nach dem Passa- bzw. Osterfest)“ bedeutet. Kennt man ja „penta“, die griechische Zahl fünf. In archaisch biblischer Zeit feierten die Israeliten das Pfingstfest zum Beginn der Weizenernte und erinnerten dabei an die Gesetzgebung. Bevor Jesus in den Himmel aufgefahren ist, verkündete er noch seinen Aposteln „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein (…) bis ans Ende der Erde.“ (Apostelgeschichte 1, 8)

Was aber ist der Heilige Geist genau?

Am Pfingsttag nun waren alle Apostel zusammen, als plötzlich „ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind“ (Apostelgeschichte 2,2) geschah und sich Zungen aus Feuer auf die Häupter der Jünger legten. „Sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in anderen Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.“ (Apostelgeschichte 2,4) Während einige, die das hautnah miterlebt haben, dachten, „die sind wohl besoffen“, erkannten andere das Wunder und waren sehr erstaunt. Die Apostel wurden wortwörtlich „begeistert“ und inspiriert, das Wort Gottes zu predigen. Und coolerweise in den Sprachen, die die anderen verstehen. Sie sprechen dieselbe Sprache und können so die Leute erreichen. Der Geist des Miteinander und der Wertschätzung herrscht, wo Menschen zusammentreffen und sich gegenseitig verstehen. Sie leben ihre Herzensbotschaft und vermitteln ihre Begeisterung. Sie leben, wofür sie brennen. Die Feuerzungen springen auf die Menschen über. So stecken die Jünger die anderen mit ihrem Feuer der Begeisterung an. Sie kennen ihre Lebensaufgabe und nur so lassen sich die anderen Menschen auch mitreißen. Die Jünger haben im Namen Jesu und Gottes genauso Wunder vollbracht wie Jesus selbst, weil sie eben mit den Feuerzungen des Heiligen Geistes inspiriert waren und aus vollster Überzeugung und im festen Glauben handelten.

Lebe dein Feuer.

Was ist deine Lebensaufgabe? Wovon bist du begeistert? Womit entzündest du andere? Heute ist ein guter Tag, darüber nachzudenken. Der Geist der Gemeinschaft, des Miteinander, des Friedens und des gegenseitigen Verständnisses ist sehr kraftvoll. Wenn du deinem Herzen folgst, deiner inneren Stimme, deiner Begeisterung, dann potenziert sich die Inspiration zur absoluten Liebe und Hingabe. Grenzen werden gesprengt. Alles ist möglich. Möchtest du dein inneres Feuer, deine Herzensflamme, nähren? Kümmere dich darum, dass sie nie ausgeht oder dich ausbrennt. Gehe achtsam mit deiner Energie um. Achte auf dich und deine Flamme. Denn diese Flamme kann dir und auch anderen ein Wegweiser, eine Kraftquelle und der Ursprung der Inspiration sein. Diese Flamme verbindet dein Inneres mit dem Äußeren. In uns allen brennt dieses Feuer. Erkenne in dir, aber auch in deinen Mitmenschen dieses Feuer. Achte und ehre es. Jeder Mensch ist einzigartig und hat eine individuelle Lebensaufgabe. Verschleudere sie nicht. Ignoriere sie nicht. Entdecke und lebe sie.

Meditation zur Aktivierung deiner Herzensflamme

Atme tief ein und nimm die Energie des Lebens in dich auf. Atme tief in deinen Brustbereich aus und stell dir vor, wie eine sanfte und friedliche grüne Lichtenergie dich angenehm durchströmt. Diese grüne Lichtenergie verdichtet sich zu einer grünen Energiekugel in der Mitte deiner Brust. Diese Energiekugel pulsiert sanft und angenehm. Du hast die Macht, diese Energiekugel jederzeit kleiner oder größer werden zu lassen. Wieviel Energie benötigst du gerade? Du kannst sogar die Energiekugel so weit ausdehnen, dass sie größer als deine Brust, größer als dein Körper wird. Du kannst aber auch die Kugel kleinhalten, wenn du gerade nicht viel Energie brauchst.

Dein Herz verbindet dich mit der grünen Heilenergie.

Dein Herz verbindet dich mit der Liebe.

Du atmest ein und empfängst Liebe. Du atmest aus und gibst Liebe ab. Ein. Aus. Ein Kreislauf der Liebe.

Alles ist Energie. Alles ist Liebe.

 

Fröhliche Pfingsten!

 

Quellen:

Die Lutherbibel, Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart, 1985.

Duden, Herkunftswörterbuch, Etymologie der Deutschen Sprache, Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG, Mannheim 2001

Bollwerk der Angst

Liebst du auch so sehr Burgen wie ich? Teilweise als Ruine oder auch saniert und sogar bewohnbar sind sie Magnete für Touristen. Idyllisch liegen sie auf Bergen, in Wäldern oder an Flüssen. Ich bin auch Opfer dieser verklärten Burgenromantik, die es seit dem Zeitalter der Romantik im 19. Jahrhundert gibt. Zudem liebe ich Geschichte und hatte sogar als Studentin ein Seminar in Kunstgeschichte absolviert mit dem Thema Burgen. Festivals und Konzerte finden im Schatten der Burgen statt und bieten die besondere Kulisse für Zuschauer und Bands. Ja. Wirklich schön. Aber eigentlich müssten wir die Energie der Angst noch spüren, die auf diesen Burgen geherrscht hat.

Burgen sind Bollwerke der Angst.

Warum hat man Burgen gebaut? Bestimmt nicht, um von oben eine besonders schöne Aussicht zu genießen und die Immobilienpreise in die Höhe zu treiben. Burgen sind die sichtbar gewordene Angst. Hoch oben oder schwer zugänglich gebaut mit dem „Rücken zur (Berg-)Wand“ und die Fernsicht auf den Feind dienten sie nur dem Schutz und der Verteidigung gegen potentielle Eroberer. Mit dicken Mauern, kleinen Schießscharten, Zinnen und Türmen grenzten sich die Menschen ab und mauerten sich ein, um im Notfall verteidigungs- und kampfbereit zu sein. Die Menschen lebten in ständiger Angst und Alarmbereitschaft und nahmen Entbehrungen in Kauf, die dieses karge und wenig angenehme Burgleben mit sich brachte. Annehmlichkeiten gab es kaum, denn alles war nur darauf ausgerichtet, zu verteidigen und zu kämpfen. Jederzeit konnte der Feind auftauchen und den Besitz streitig machen. Im Mittelalter beherrschte die Angst die Menschen. Angst vor Krieg, Krankheit, Tod, Bestrafung, Kirche, König und Gott. Die Energie war allumfassend und viral. Und die Burgen sind die letzten Zeugen dieses Zeitalters der Angst.

Und? Wie geht’s dir? Bist du auch von der Angst beherrscht? Sitzt du da und duckst dich? Fühlst du dich hilflos ausgeliefert? Wie ein Spielball der Mächte? Dann willst du dich bestimmt schützen. Schutz erreichst du am besten, indem du Grenzen absteckst und Mauern baust. Und indem du dich mit Waffengewalt verteidigst. Hast du die besseren und meisten Waffen, könnte das schon die Entscheidung sein, wer gewinnt. Wie auf einer mittelalterlichen Burg.

Du grenzt dich ab, weil du Angst hast.

Du akzeptierst nur deine Wahrheit und vertraust niemandem. Du verschließt deine Sinne und stumpfst ab. Wenn jemand über deine Mauern steigen will, dann wirst du aggressiv. Mit deiner Umwelt trittst du kaum noch in Kontakt, denn sie ist dir feindselig gestimmt. Die Verbindung und die große Verbundenheit kappst du. Isoliert und allein kommst du immer mehr in diese Angst-Energie und es wird immer schwerer, daraus zu entkommen. Wenn du aus dieser Angst heraus willst, gibt es eine Lösung.

Öffne dich der Liebe.

Wie wäre es, die Angst zu verbannen und sich der Liebe zu öffnen? Lässt du zu, dass die Verbindung zu allem aufrechterhalten wird? Lässt du die Energie des Universums durch dich hindurch fließen? Zeigst du Toleranz und Liebe? Wenn ja, dann hat die Angst keine Chance und somit auch der Hass und die Ab- und Ausgrenzung. Gehe voller Vertrauen und Mitgefühl in die Welt und benutze dazu vor allem deine Sinne. Mit Achtsamkeit kannst du die Sinne schärfen und dadurch die Verbundenheit herstellen und stärken. Deine Antennen stehen mit der Energie der Liebe immer auf Empfang für die positiven Schwingungen. Und du selbst sendest auch positive Energie, die nicht zerstörerisch wirkt, wie die Angst-Energie, sondern konstruktiv verbindend.

Dein Denken und dein Glaube sind entscheidend, was du in dein Leben ziehst.

Deine Gedanken senden, der Glaube verstärkt und das Universum geht auf deiner Welle auf Empfang. Alles im Universum ist Energie, Schwingung und Wellenfrequenzen. Auf welcher Frequenz sendest du gerade? Wenn du in Liebe und Offenheit, Toleranz und Wertschätzung denkst, dann brauchst du keine mittelalterliche Burg als Verteidigungs- und Schutzbollwerk. Stell dir mal vor, wieviel Energie beim Bau und bei der Erhaltung so einer Burg verschwendet wurden. Stell dir vor, man hätte diese Energie für Toleranz und Miteinander verwendet.

Du glaubst immer noch, dass du dich abgrenzen musst? Weil du, dein geistiges und dein materielles Hab und Gut vor den anderen geschützt werden müssen? Die anderen könnten es dir sonst wegnehmen? Ja. Diese Menschen haben genauso Angst wie du. Sie haben Angst, zu wenig vom Leben abzubekommen. Angst vor zu wenig Anerkennung. Sie identifizieren sich mit Besitz und Wissen. Mehr Besitz und mehr Wissen ist gleich mehr Anerkennung und Bedeutung. Das ist die Folge eines Minderwertigkeitskomplexes. Der rührt daher, dass diese Menschen sich stark nach Anerkennung und Liebe sehnen. Sie können sich alle nicht selbst lieben.

Der Grundstein für ein angstfreies Leben in Frieden und Toleranz ist die Liebe. Und als allererstes die Liebe zu dir selbst. Wenn du in Angst lebst, kannst du lernen, dich selbst zu lieben und so zu akzeptieren, wie du jetzt gerade bist. Dann wird die Angst Stein für Stein bröckeln. Die Burg fällt zusammen. Das zur Abgrenzung gedachte Bollwerk wird nicht mehr länger gebraucht.

Lebe frei. Lebe glücklich.

 

Stell dich deiner Lebensaufgabe

Fliehst du vor deiner Lebensaufgabe?

Kennst du deine Lebensaufgabe? Oder ahnst du zumindest, was das sein könnte? Läufst du deiner Berufung davon? Ignorierst du sie, weil du irgendwie Angst vor dieser deiner Aufgabe hast? Versteckst du dich lieber? Bleibst du lieber in deiner gemütlichen Komfortzone? Machst dich klein? Hast du tausend andere Dinge in deinem Alltag zu tun, die dich von deiner eigentlichen Aufgabe ablenken?

Du bist auf dieser Welt, um etwas Bestimmtes zu tun und zu erleben.

In der Bibel steht die Geschichte des Propheten Jona, der auch vor seiner Lebensaufgabe davonlief. Gott hatte ihm befohlen, nach Ninive zu gehen und dort den Einwohnern in Seinem Namen zu predigen. Jona aber wollte diese Berufung ignorieren, lief weg und bestieg ein Schiff, das in entgegengesetzter Richtung von Ninive lag. Aber deine Lebensaufgabe findet dich. Du kannst sie ignorieren, du kannst vor ihr davonlaufen. Das Leben oder Gott wird dich aber immer wieder darauf stoßen, bis du verstehst und handelst. Kennst du das? Du möchtest dich verkriechen? Dich klein machen? Du findest tausend Ausreden, warum du das nicht machen kannst? Du wagst nicht den ersten Schritt?

Triff eine Entscheidung und vertraue.

Immer wieder gibt es in deinem Leben Hindernisse oder Schwierigkeiten, die dich am Anfang sanft, dann immer energischer zwingen, die Richtung einzuschlagen, in der deine Berufung liegt. Auch Jona konnte auf dem Schiff nicht entkommen. Gott ließ einen heftigen Sturm kommen. Die Mannschaft und das Schiff konnten nur gerettet werden, indem sich Jona endlich entscheidet, buchstäblich ins kalte Wasser zu springen. Er entschied sich für seine Lebensaufgabe. Er sprang ins Meer. Er tat den ersten Schritt. Er hatte den Mut.

Hilfe kommt auf deinem Weg, wenn du erst die Entscheidung getroffen hast.

Sobald sich Jona entschieden hatte, jetzt doch den Weg der Berufung einzuschlagen, kam Hilfe. Gott schickte einen großen Fisch, der Jona drei Tage lang durchs Meer transportierte, bis endlich Land in Sicht war. Wenn du darauf vertraust, dass dein Weg der richtige ist, dann bekommst du von allen Seiten auf wunderbare Weise Hilfe. Eins ergibt das andere und plötzlich ist es ganz leicht, was dir vorher schwer erschien. Wenn du hundertprozentig glaubst und vertraust und die Hilfe annimmst, dann werden Wunder wahr. Dein Leben verändert sich, wird größer und bedeutender.

Aber die Geschichte des Propheten Jona geht noch weiter. In Ninive predigte er, wie Gott ihm befohlen hatte, den Untergang dieser Stadt. Die Frist würde vierzig Tage betragen. Die Einwohner waren natürlich entsetzt und änderten schlagartig ihr Leben zum Besseren. Das fand Gott so klasse, dass er sich dann doch entschloss, die Stadt zu verschonen. Jona beschwerte sich ob der Inkonsequenz Gottes und wollte sterben. Er hatte etwas vorhergesagt, was nicht eintraf. Laut seiner Ansicht hatte er einen Fehler gemacht. Das konnte er nicht ertragen. Jona sah in seinem Handeln nur die Fehler. Sein Verhalten ist allzu bekannt. Menschen jammern und beklagen sich, schauen nur auf die Fehler. Klar, es gibt Rückschläge im Leben. Klar, macht man auch mal Fehler. Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.

Jona baute sich in der Nähe von Ninive eine Hütte und harrte der Dinge, die da kommen würden, als ihm klar war, dass Gott ihn nicht sterben lassen würde. Glaubst du auch manchmal, deine Berufung ist doch ein Fehler gewesen? Glaubst du manchmal, dass du dich lieber wieder klein machen würdest? Denkst du bei dem ersten Rückschlag: „Ach, das war nichts für mich? Ich lasse das jetzt sein?“ Dann achte auf die Zeichen. Gib nicht gleich auf. Das Leben ist immer auf deiner Seite. Jona sitzt so vor seiner Hütte, als Gott eine Staude wachsen lässt, die ganz viel Schatten spendet. Jona freute sich sehr über den Schatten. Am nächsten Morgen verdorrt leider die große Pflanze und Jona sitzt in der Sonne.

Schaue nicht auf das, was du nicht hast. Schaue auf die vielen Dinge, die du bereits hast und sei dankbar.

Was macht er da? Richtig. Er beschwert sich mal wieder und jammert. Und ja, richtig, er will mal wieder sterben. Jona sieht nur das, was er nicht hat. Er hat nicht den Blick für das, was schon da ist. Seine Hütte zum Beispiel, die ihm ja auch Schatten spenden könnte. Er sieht überhaupt nicht, dass vielleicht ein tieferer Sinn und Zusammenhang dahinter stecken könnte. Es gibt für alles, was dir passiert einen Grund. Vielleicht möchte dir das Universum etwas mitteilen? Gott will nämlich Jona mit dieser Staude sein Handeln begreiflich machen. Wenn du aufmerksam bist und auf die Zeichen achtest, dann verstehst du die Welt, das Leben, die Zusammenhänge und Gott. Die Staude steht für die Stadt Ninive. Jona erfreut sich an dieser Pflanze und findet sie bereichernd. Gott erfreut sich an den Bewohnern Ninives und hat Mitleid und möchte sie nicht vernichten. Mit Hilfe der verdorrten Staude schafft Gott es, Jona seine Beweggründe zu offenbaren.

Also, achte auf die Zeichen um dich herum. Achte auf deine Lebensaufgabe und verfolge sie, bevor sie dich verfolgt.