Wertschätzung macht glücklich

Wie du mit wertschätzendem Umgang dich und die anderen glücklich machen kannst

Ganz ehrlich. Hast du dich in letzter Zeit über schlechten Service und unfreundliche Mitarbeiter, vor allem von großen Unternehmen, geärgert? Wenn wir degradiert werden zu Nummern und Objekten, also nicht mehr als fühlender und denkender Mensch wahrgenommen werden, dann fühlen wir uns gering geschätzt und das macht wütend. Ich war diese Woche bei der Post, wie wahrscheinlich viele andere Tausend, um Ergänzungsmarken zu kaufen, da das Porto erheblich aufgeschlagen hat. Da gehen also tausende von Menschen zur Post und wollen 10-Cent-Marken und die Post ist nicht vorbereitet. Da kommen sofort Gedanken hoch wie „War ja klar. Die Deutsche Post ist ein Abzocke-Unternehmen. Die schauen nur noch nach Gewinnmaximierung und nicht nach dem Kunden. Hauptsache denen geht’s gut. Was mit uns passiert, ist denen egal.“ „Denen“ ist abstrakt und auf das Unternehmen bezogen, was kein Gesicht ist, eben nicht menschlich. Dabei stecken hinter „denen“ auch nur Menschen.

Wir sind alle Menschen

Die Mitarbeiter der Post sind auch nur Menschen, die für „die da“ arbeiten. Wenn das Unternehmen es nicht schafft, Wertschätzung und gegenseitigen Respekt bei den Mitarbeitern und beim Kunden zu vermitteln, bleibt nur eins. Wir müssen bei uns selbst anfangen. Mein Posterlebnis war dafür bezeichnend. Eine kleine Postfiliale irgendwo in einem kleinen Vorort von Mannheim. Zwei Schalter, zwei Mitarbeiter. Ich stehe in der Schlange und komme zum rechten Mitarbeiter. Der ist schon sehr genervt und bevor ich viel sagen kann, beschwert er sich über seinen Arbeitgeber und wie schlecht das alles organisiert sei. Es gäbe keine Marken mehr und ich solle mein Glück doch beim linken Mitarbeiter versuchen. Auf meine Frage, ob er ihn schnell fragen könnte (er steht 50 Zentimeter weit weg), antwortete er verärgert, das ginge nicht. Da sah man richtig, wie dieser Mann sich selbst wenig wertgeschätzt fühlt und das mit seinem Verhalten leider potenziert. Ich also zum linken Mitarbeiter. Dieser Mann war total sympathisch und freundlich. Er hatte dieselbe Ausgangslage, machte aber was völlig anderes draus. Er nahm mich als Mensch wahr. Er schaute mich an. Sofort hatte ich die Chance, auch ihn als Mensch wahrzunehmen und ihm meine Wertschätzung und mein Verständnis zu zeigen. Ich bekam alle Marken, die ich wollte und führte ein angenehmes Gespräch.

Wertschätzung als Schlüssel zum Glück

Der unglückliche rechte Mitarbeiter geht bestimmt am Ende des Tages mit schlechter Laune heim und beschuldigt für sein Elend die „schrecklichen Kunden“ und „die ignorante Post“. Vielleicht nervt er daraufhin sein privates Umfeld mit seiner „Ich kann gar nichts dafür – die anderen sind schuld“-Einstellung und macht seine Familie oder Freunde nicht unbedingt glücklicher damit. Die Lösung liegt immer in uns selbst. Ich kann jederzeit Wertschätzung zeigen. Es kostet mich nichts außer meine Sinne einzuschalten und die Menschen anzuschauen. Richtig anzuschauen. Ich kann ihnen das Gefühl geben, dass ich ihr Bemühen schätze und sie dadurch selbst als Mensch sehe. Ich befördere sie vom Objekt zum Subjekt. Wir wollen doch alle anerkannt werden. Wir wollen alle geliebt werden. Wertschätzung ist ein erster Schritt für Verständnis, Toleranz und Respekt untereinander und damit für ein glückliches Leben. Wenn ich mich mal wieder über schlechten Service zum Beispiel bei der Deutschen Bahn oder der Deutschen Post aufrege, dann fange ich an, die Mitarbeiter als Menschen wahrzunehmen. Ich muss anfangen. Es wird ein „Warten auf Godot“, wenn du wartest bis die anderen den Schritt gehen.

Sei du der Anfang

Du kannst jederzeit die Entscheidung treffen, mehr Wertschätzung zu zeigen. Schau hin und höre deinen Mitmenschen zu. Interessiere dich für sie. Sage „Danke“ und erkenne die Leistung an. Egal ob daheim bei deiner Familie oder im Beruf bei deinen Kollegen und Vorgesetzten. Ein Lächeln, eine Frage nach dem Befinden, ein kurzer Small Talk oder ein spendierter Kaffee bewirken Wunder. Und ganz ehrlich, fühlst du dich nicht viel besser, wenn du jemanden glücklich gemacht hast? Wie wäre es, wenn du ab jetzt jeden Tag die Menschen in deinem Umfeld wahrnimmst und wertschätzt? Wieviel Glück und Liebe könntest du damit verbreiten? Und es kommt alles zu dir zurück, glaube mir. Die Menschen freuen sich, wenn sie menschlich sein dürfen. Wir sind eben keine Nummern. Wir sind Individuen mit Gefühlen. Erkenne das und der Weg zum Glück steht dir offen.

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Ich freue mich, wenn du mich kontaktierst.

Bollwerk der Angst

Liebst du auch so sehr Burgen wie ich? Teilweise als Ruine oder auch saniert und sogar bewohnbar sind sie Magnete für Touristen. Idyllisch liegen sie auf Bergen, in Wäldern oder an Flüssen. Ich bin auch Opfer dieser verklärten Burgenromantik, die es seit dem Zeitalter der Romantik im 19. Jahrhundert gibt. Zudem liebe ich Geschichte und hatte sogar als Studentin ein Seminar in Kunstgeschichte absolviert mit dem Thema Burgen. Festivals und Konzerte finden im Schatten der Burgen statt und bieten die besondere Kulisse für Zuschauer und Bands. Ja. Wirklich schön. Aber eigentlich müssten wir die Energie der Angst noch spüren, die auf diesen Burgen geherrscht hat.

Burgen sind Bollwerke der Angst.

Warum hat man Burgen gebaut? Bestimmt nicht, um von oben eine besonders schöne Aussicht zu genießen und die Immobilienpreise in die Höhe zu treiben. Burgen sind die sichtbar gewordene Angst. Hoch oben oder schwer zugänglich gebaut mit dem „Rücken zur (Berg-)Wand“ und die Fernsicht auf den Feind dienten sie nur dem Schutz und der Verteidigung gegen potentielle Eroberer. Mit dicken Mauern, kleinen Schießscharten, Zinnen und Türmen grenzten sich die Menschen ab und mauerten sich ein, um im Notfall verteidigungs- und kampfbereit zu sein. Die Menschen lebten in ständiger Angst und Alarmbereitschaft und nahmen Entbehrungen in Kauf, die dieses karge und wenig angenehme Burgleben mit sich brachte. Annehmlichkeiten gab es kaum, denn alles war nur darauf ausgerichtet, zu verteidigen und zu kämpfen. Jederzeit konnte der Feind auftauchen und den Besitz streitig machen. Im Mittelalter beherrschte die Angst die Menschen. Angst vor Krieg, Krankheit, Tod, Bestrafung, Kirche, König und Gott. Die Energie war allumfassend und viral. Und die Burgen sind die letzten Zeugen dieses Zeitalters der Angst.

Und? Wie geht’s dir? Bist du auch von der Angst beherrscht? Sitzt du da und duckst dich? Fühlst du dich hilflos ausgeliefert? Wie ein Spielball der Mächte? Dann willst du dich bestimmt schützen. Schutz erreichst du am besten, indem du Grenzen absteckst und Mauern baust. Und indem du dich mit Waffengewalt verteidigst. Hast du die besseren und meisten Waffen, könnte das schon die Entscheidung sein, wer gewinnt. Wie auf einer mittelalterlichen Burg.

Du grenzt dich ab, weil du Angst hast.

Du akzeptierst nur deine Wahrheit und vertraust niemandem. Du verschließt deine Sinne und stumpfst ab. Wenn jemand über deine Mauern steigen will, dann wirst du aggressiv. Mit deiner Umwelt trittst du kaum noch in Kontakt, denn sie ist dir feindselig gestimmt. Die Verbindung und die große Verbundenheit kappst du. Isoliert und allein kommst du immer mehr in diese Angst-Energie und es wird immer schwerer, daraus zu entkommen. Wenn du aus dieser Angst heraus willst, gibt es eine Lösung.

Öffne dich der Liebe.

Wie wäre es, die Angst zu verbannen und sich der Liebe zu öffnen? Lässt du zu, dass die Verbindung zu allem aufrechterhalten wird? Lässt du die Energie des Universums durch dich hindurch fließen? Zeigst du Toleranz und Liebe? Wenn ja, dann hat die Angst keine Chance und somit auch der Hass und die Ab- und Ausgrenzung. Gehe voller Vertrauen und Mitgefühl in die Welt und benutze dazu vor allem deine Sinne. Mit Achtsamkeit kannst du die Sinne schärfen und dadurch die Verbundenheit herstellen und stärken. Deine Antennen stehen mit der Energie der Liebe immer auf Empfang für die positiven Schwingungen. Und du selbst sendest auch positive Energie, die nicht zerstörerisch wirkt, wie die Angst-Energie, sondern konstruktiv verbindend.

Dein Denken und dein Glaube sind entscheidend, was du in dein Leben ziehst.

Deine Gedanken senden, der Glaube verstärkt und das Universum geht auf deiner Welle auf Empfang. Alles im Universum ist Energie, Schwingung und Wellenfrequenzen. Auf welcher Frequenz sendest du gerade? Wenn du in Liebe und Offenheit, Toleranz und Wertschätzung denkst, dann brauchst du keine mittelalterliche Burg als Verteidigungs- und Schutzbollwerk. Stell dir mal vor, wieviel Energie beim Bau und bei der Erhaltung so einer Burg verschwendet wurden. Stell dir vor, man hätte diese Energie für Toleranz und Miteinander verwendet.

Du glaubst immer noch, dass du dich abgrenzen musst? Weil du, dein geistiges und dein materielles Hab und Gut vor den anderen geschützt werden müssen? Die anderen könnten es dir sonst wegnehmen? Ja. Diese Menschen haben genauso Angst wie du. Sie haben Angst, zu wenig vom Leben abzubekommen. Angst vor zu wenig Anerkennung. Sie identifizieren sich mit Besitz und Wissen. Mehr Besitz und mehr Wissen ist gleich mehr Anerkennung und Bedeutung. Das ist die Folge eines Minderwertigkeitskomplexes. Der rührt daher, dass diese Menschen sich stark nach Anerkennung und Liebe sehnen. Sie können sich alle nicht selbst lieben.

Der Grundstein für ein angstfreies Leben in Frieden und Toleranz ist die Liebe. Und als allererstes die Liebe zu dir selbst. Wenn du in Angst lebst, kannst du lernen, dich selbst zu lieben und so zu akzeptieren, wie du jetzt gerade bist. Dann wird die Angst Stein für Stein bröckeln. Die Burg fällt zusammen. Das zur Abgrenzung gedachte Bollwerk wird nicht mehr länger gebraucht.

Lebe frei. Lebe glücklich.