Unvorhergesehene Ereignisse

Was tun bei unvorhergesehenen Ereignissen in deinem Alltag?

Ein lauer Sommerabend. Meine Tochter und ich hatten gerade lecker zu Abend gegessen. Einen selbstgemachten Insalata Caprese mit Knoblauchbroten. Nun wollten wir bei Virgin Caipirinha noch auf dem Balkon den Abend genießen. Da es angenehme Temperaturen waren, öffnete ich das Fenster in der Küche zum Durchlüften. Leider bemerkte ich viel zu spät (in dem Fall nur 5 Minuten später…), dass draußen die Fruchtfliegen-Apokalypse ausgebrochen war. Schwärme, ganze Wolken von Drosophila, waren unterwegs und das Unheil nahm seinen Lauf. Ich schloss natürlich sobald ich das sah, das Fenster. Aber es war zu spät. Hunderte Fruchtfliegen saßen wie ein brauner Teppich innen an meiner Fensterscheibe. Was tun?

Dein erster Schritt bei überraschenden und unvorhergesehenen Ereignissen: Gefühle rauslassen

Wenn in deinem Leben mal was nicht nach Plan läuft, dann verzweifle nicht. Nichts ist wirklich planbar. Mein Tipp, schreie, weine oder fluche gern, so viel du willst. Für fünf Minuten. Ich wollte nach dem Essen nur meinen Cocktail auf dem Balkon genießen. Aber da kamen die Fruchtfliegen dazwischen. Ich fluchte ganz schön rum und ärgerte mich sehr. Die Gefühle müssen raus. Also, lasse sie raus? Was fühlst du bei unvorhergesehenen Ereignissen? Denk nicht nach, fühle! Wenn du deine Gefühle zulässt, dann haben sie keine Chance verdrängt zu werden. Gut.

Dein zweiter Schritt: Verantwortung

Nachdem ich ordentlich meinem Ärger Luft gemacht hatte, war mir klar, das ändert an der Situation nichts. Das macht das Ereignis nicht ungeschehen. Die Fruchtfliegen saßen weiterhin am Fenster trotz meines Ärgers. Jetzt ist der nächste Schritt: Akzeptiere, dass es nicht mehr so ist wie vorher und sieh dich nicht als Opfer der Ereignisse! Sagst du dir auch oft solche Sätze wie „Klar, dass das mir passiert.“ „Da kann man halt nichts tun.“ „Ich wollte doch eigentlich nur einen schönen Feierabend und nun das… Ist logisch! Das Universum verschwört sich gegen mich.“ „Warum habe ich es nicht ahnen können?“ „Warum passiert mir das ausgerechnet?“ Stopp! Du bist kein Opfer. Du kannst frei entscheiden, wie du mit den Ereignissen umgehst. Wie du auf sie reagierst. Du kannst dich in die Ecke setzen und schmollen. Du kannst dich stundenlang ärgern. Du kannst andere verantwortlich machen. Aber das bringt dich nicht weiter. Willst du ein glückliches Leben führen?

Setze dein Krone auf. Übernimm die Verantwortung für dein Leben. Triff eine Entscheidung. Handle!

Dein dritter Schritt: Handeln

Ich habe eine Entscheidung getroffen und habe gehandelt. Ich nahm meinen Fensterreiniger zur Hand, sprühte auf die Fensterscheibe und wischte mit Küchentüchern nach. Das musste ich sehr lange wiederholen, bis ich das Gefühl hatte, dass ca. 90 Prozent der Fruchtfliegen beseitigt waren. Du kannst Erfolge feiern, wenn du bereit bist, etwas zu tun. Wenn du tatenlos rumsitzt, dann ändert sich nichts, rein gar nichts, an deiner Situation. Mein Wunsch war es, keine Fruchtfliegen in meiner Küche mehr zu haben. Ich kann es beim Wünschen belassen, aber ändert sich dann was? Erst wenn ich aktiv handle, dann besteht eine Chance, dass meine Situation sich ändert. Was möchtest du ändern? Wie kannst du vorgehen? Was kannst du gerade dafür tun?

Dein vierter Schritt: Entspannen und Pause machen

Nachdem ich den Großteil der Fruchtfliegen bekämpft hatte, dachte ich wieder an die Cocktails und den Balkon. Zwischenerfolge feiern, ausruhen, Kraft schöpfen. Wenn du ständig verbissen durchpowerst, dann laugt es dich aus. Klar. Du hast ein Ziel. Aber ohne Entspannung zwischendurch wirst du krank und kommst deinem Ziel so auch nicht näher. Du verlierst die Lust und die Motivation. Fragst dich vielleicht, warum du das alles tun sollst. Daher gönne dir genügend Pausen, in denen du Kraft schöpfen und Energie tanken kannst. Beim Cocktailtrinken hatte ich dann die Idee, mal im Internet zu schauen, wie ich eine Fruchtfliegenfalle bauen kann. Neue Ideen kommen in den Regenerationspausen!

Dein fünfter Schritt: Neues Ziel fokussieren

Es kamen unvorhergesehene Ereignisse dazwischen, die dich von deinem ursprünglichen Ziel abgehalten haben? Suche dir ein neues Ziel. Nachdem ich meine Pause genossen habe, holte ich mir neue Inspiration. Aus einfachen Zutaten, die ich zuhause vorrätig hatte, konnte ich ein Gemisch brauen, das die Fruchtfliegen anzieht. Es kann so einfach sein! Am nächsten Morgen gab es so gut wie keine Fruchtfliegen mehr in meiner Küche. Wenn du ein neues Ziel fokussierst, dann kommen die Erfolge umgehend. Du darfst dem Alten nicht mehr hinterhertrauern. Loslassen und Neues zulassen! Und ganz nebenbei verändern sich noch andere Sachen in deinem Leben. Da ich so oft Fensterreiniger auf die Scheiben gesprüht hatte, sind jetzt meine Fenster pikobello sauber!

 

Hat dich das inspiriert?

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Und P.S. zum Artikel: Ich bin tierfreundlich und liebe auch die Natur. Normalerweise möchte ich keinen Tieren schaden. Aber hast du schon mal Tausend Fruchtfliegen an deiner Fensterscheibe sitzen gehabt?

Mut zur Fantasie

Superkraft Fantasie

Ein kleiner Junge läuft mit seiner Mutter auf dem Gehweg. Ich sitze gerade auf meinem Balkon und genieße die Sonne. Da sagt der Junge zu der Mutter: „Kennst du Harry Potter? Vielleicht gibt es ja Hogwarts und das alles wirklich!“ Da antwortet ihm seine Mutter sehr vehement: „Nein! Das ist nur Fantasie. Das gibt es nicht in echt.“ Schweigen. Dann waren sie auch schon vorbeigelaufen. Nur Fantasie…

Fantasie ist so wichtig und groß.

Die Kinder leben in dieser Welt der Fantasie. Sie leben für die Fantasie. Alles ist möglich, aufregend und voller Abenteuer. Erst die Erwachsenen schaffen es konsequent, den Kindern diese „Flausen der Fantasie“ aus dem Kopf zu jagen. Aber warum machen die Erwachsenen das? Kritik an der Fantasie schürt nur Angst und Minderwertigkeitskomplexe. Die Kinder meinen dann, dass sie komisch sind und falsch. „Dann sag ich halt nicht mehr, was ich denke.“ „Ich muss normal sein. So wie alle anderen.“ „Ich werde nur geliebt, wenn ich nicht so komische Sachen erzähle.“ Dabei sollten Erwachsene sich erinnern, dass sie selbst mal klein waren. Sich erinnern, was ihre Kindheitsfantasien waren. Ihr Kindsein nicht verdrängen und vergessen.

Die Welt ist zauberhaft und magisch, wenn du genau hinschaust.

Vielleicht gibt es Hogwarts ja wirklich und wir sind die armen Muggel, die nichts von dieser zauberhaften Welt wahrnehmen können und wollen, obwohl sich alles direkt vor unseren Augen abspielt. Vielleicht müssen wir unser inneres Auge weit aufreißen und mit dem Herzen in die Welt um uns herum schauen. Uns wieder der Fantasie und dem Träumen hingeben. Mal einen Tag die magischen Zeichen suchen, erkennen und deuten. Ja. Genau. Stell dir doch mal einen Tag vor, dass um dich herum magische und wundervolle Dinge geschehen und Menschen wirklich zaubern können.

Aktiviere deine Fantasie.

Sei verrückt und kreativ. Setze deine Sinne dazu ein. Sieh und höre hin. Plötzlich wird dein Alltag dann bunt und aufregend. Du siehst und hörst Dinge, die vorher schon da waren, aber die du bisher nicht wahrgenommen hast. Und dann antwortest du einem Kind, das dir sagt: „Vielleicht ist alles wahr.“ „Ja!!! Natürlich. Wenn du es dir vorstellen kannst, existiert es.“ Merkst du nicht, dass du dich ausgrenzt, deine Welt abgrenzt und verriegelst, wenn du die Fantasie verstößt? Grau, eintönig, langweilig und sinnlos kann dein Leben scheinen, wenn du Mauern der Vernunft errichtest. „Das Leben ist anstrengend.“ Zauberer und Magie gibt es nicht.“ „Alles Quatsch. Fantasie ist nicht das reale Leben. Mach deine Augen auf und werde vernünftig.“ „Werde endlich erwachsen!“

Glaube an das Fantastische und Magische!

Und nein, du bist dann nicht verrückt, bescheuert oder realitätsfern. Die Menschen, die das Magische, die Fantasie in ihrem Leben verleugnen, erleben nur einen ganz kleinen Teil ihres Lebens. Wenn du dich allen fantastischen Möglichkeiten öffnest, deine Sinne und deine Vorstellungskraft aktivierst, dann ist dein Leben reicher. Grenzen gibt es nicht. Du bist Teil des großen Ganzen, der unendlichen Kraft, des Netzes des Lebens. Umso größer deine Kreativität und Vorstellungskraft ist, desto bunter und glitzernder wird dein Leben. Das liegt daran, dass deine Fantasie eine enorme Schöpferkraft besitzt. Die Fantasie ist der Mittler zwischen deinem Gehirn und dem Universum. Ohne Fantasie gibt es keine Verbindung. Das Gehirn sendet, aber empfängt nichts. Du erschaffst dein Leben mit Hilfe der Kraft der Vorstellung. Das kann auch Angst machen. Denn das bringt Verantwortung mit sich. Kinder kennen diese Angst noch nicht. Kinder können sich so viel mehr vorstellen. Wie wäre es, wenn du dich erinnerst, welche Dinge du dir als Kind vorgestellt hast? Gab es Feen und Elfen? Elfentanzplätze auf Baumstümpfen im Wald? Waren zahllose Mücken im Sonnenlicht tanzende Feen? Hattest du unsichtbare Freunde? Wartete im Kleiderschrank eine ganz andere Welt? Befand sich im Kaninchenbau der Zugang zum Wunderland? Konntest du dich mittels eines Buches in ein Land hineinlesen, in dem es Glücksdrachen und kindliche Kaiserinnen gab?

Bewahre die Fantasie. Bewahre dein kindliches Denken.

Schon seit es Menschen gibt, stellen sie sich Gestalten und Formen zum Beispiel in Steinen und Bergen, Bäumen und Landschaften oder Wolken vor. Zwerge, Riesen, Prinzessinnen, Ritter oder Drachen. Und es ist nicht sinnlos, sich der Fantasie hinzugeben und „herumzuspinnen“. Wenn du deine Vorstellungskraft übst, dann trainierst du deine Schöpferkraft. Du stellst, wie gesagt, die Verbindung zwischen dem Endlichen deines Körpers und dem Unendlichen her. Alles, was du erträumen kannst, kann wahr werden. Also, trainiere deine Fantasie, indem du Geschichten liest, in Baumstümpfen Elfentanzplätze oder in einem Stein einen verzauberten Riesen siehst.

Ermutige Kinder, sich alles Mögliche auszumalen. Das Universum steckt voller Geheimnisse und Wunder, die wir mit unserem menschlichen Verstand gar nicht erfassen können. Dehne deinen Geist aus. Grenze dich nicht ab. Lege die Angst ab. Sei mutig. Übernimm die Verantwortung. Halte alles für möglich. Auch eine Zauberschule in den Weiten Schottlands.